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Solo in Fragmenten für zwei Frauen (1997)

Inspiriert von Gedichten von Ingeborg Bachmann. Einzelne Fragmente sind zu einem zusammenhängenden Text gefügt, der wie ein Tagebuch den inneren Monolog einer Frau beschreibt. Sie durchlebt Räume, Orte und Landschaften, wobei die Unterschiede zwischen Erlebtem und Phantasiertem sowie zwischen Äußerem und Innerem nahtlos ineinander übergehen. Es ist das Tagebuch einer Frau, die in einem Delirium eine imaginäre Odyssee durchlebt, sich verliert und in dem nichts mehr wirklich, nichts mehr unmöglich scheint.
»Die Zeit verschlingt mich.
Tag für Tag schreibt sich ihr Werk in meine Haut, wo der Spiegel mir ihr Bild zurückwirft. Sie frisst sich ohne Unterlass einen Graben in den hintersten Raum meines Geistes und triumphiert selbst über die Leere. Sie zerlegt mich.
Fragmentiert versuche ich, meine verschwundenen und zerstreuten Einzelteile wieder zusammenzufügen, und in der von meinen Trümmern hinterlassenen Leere nisten sich Angst und Einsamkeit ein.
Bin zurückgeblieben, mit den Augen im Rücken, von der Zeit überholt, laufe ich ihr und mir hinterher.
Ich mühe mich mit den Scherben – verteilt im Wind der Zeit.« (Ingeborg Bachmann)
»Die vollendete Form einer wunderschönen Performance, mit Eleganz und Poesie, interpretiert durch zwei exzellente Tänzerinnen.« (Kiosque, 1998, Brüssel)

Konzept/Choreographie: Toula Limnaios
Musik: Ralf R. Ollertz
Tanz: Francesca Bedin, Amandine Lamouroux
Assistenz: Alice Gaspari
Lichtdesign: Franco Marri, Domenik Engemann
Kostüme: Toula Limnaios
Eisenkostüme: Michael Friedrichs-Friedlaender